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Prostata-MRT

Die multiparametrische MRT der Prostata (mpMRT) ist das modernste bildgebende Verfahren zur Detektion und Lokalisierung von Prostatakarzinomen – strahlenfrei und mit hoher diagnostischer Genauigkeit dank 3-Tesla-Technologie.

urology

Multiparametrische Diagnostik

Die mpMRT kombiniert mehrere MRT-Sequenzen – T2-gewichtete Bildgebung, Diffusions­wichtung (DWI) und kontrastmittelverstärkte dynamische Sequenzen (DCE) – um die Prostata umfassend zu beurteilen. Tumorverdächtige Areale werden nach dem international standardisierten PI-RADS-System (v2.1) klassifiziert.

Unser 3-Tesla-MRT-System ermöglicht dabei eine besonders hohe Ortsauflösung, die für die Prostatadiagnostik entscheidend ist. Die Untersuchung erfolgt ohne Endorektalspule – ein wichtiger Komfortgewinn für den Patienten.

PI-RADS-Klassifikation

Das PI-RADS-System (Prostate Imaging – Reporting and Data System) standardisiert die Befundung der Prostata-MRT weltweit. Jede auffällige Läsion erhält einen Score von 1 bis 5:

  • 1

    Sehr unwahrscheinlich

    Kein Hinweis auf klinisch signifikantes Karzinom

  • 2

    Unwahrscheinlich

    Gutartige Veränderung wahrscheinlich

  • 3

    Fraglich

    Weitere Abklärung kann erforderlich sein

  • 4

    Wahrscheinlich

    Klinisch signifikantes Karzinom wahrscheinlich

  • 5

    Sehr wahrscheinlich

    Karzinom mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit

Indikationen

search

Primärdiagnostik

Bei erhöhtem PSA-Wert oder auffälligem Tastbefund

target

Biopsieplanung

Gezielte MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie

monitoring

Active Surveillance

Verlaufskontrolle bei Low-Risk-Karzinom

labs

Staging

Beurteilung der Tumorausdehnung und Kapselüberschreitung

Technische Daten

  • Feldstärke3.0 Tesla
  • SequenzenT2w, DWI, DCE
  • Untersuchungsdauer30–40 Min.
  • EndorektalspuleNicht erforderlich
  • BefundungPI-RADS v2.1

Vorbereitung

  • Aktuellen PSA-Wert und urologischen Vorbefund mitbringen
  • Mindestens 6 Wochen Abstand nach einer Biopsie
  • Blase vor der Untersuchung entleeren
  • Ggf. Buscopan zur Darmrelaxation (wird vor Ort verabreicht)
  • Implantate (Herzschrittmacher, Prothesen) vorab melden

Häufige Fragen zur Prostata-MRT

Ersetzt die MRT die Biopsie?

Die mpMRT kann eine Biopsie nicht grundsätzlich ersetzen, aber gezielt steuern. Bei einem PI-RADS-Score von 1–2 kann unter Umständen auf eine Biopsie verzichtet werden. Bei PI-RADS 4–5 wird in der Regel eine gezielte MRT/Ultraschall-Fusionsbiopsie empfohlen, die deutlich genauer ist als die klassische Stanzbiopsie.

Warum ist 3 Tesla besser als 1.5 Tesla für die Prostata?

Die höhere Feldstärke liefert ein besseres Signal-zu-Rausch-Verhältnis und damit eine höhere Ortsauflösung. Das ist besonders bei den für die Prostatadiagnostik entscheidenden DWI-Sequenzen relevant. Zudem kann auf eine Endorektalspule verzichtet werden.

Wie bekomme ich einen Termin?

Sie benötigen eine Überweisung Ihres Urologen. Kontaktieren Sie uns telefonisch oder über unser Online-Formular – wir vergeben Termine zeitnah, da wir um die Dringlichkeit wissen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Prostata-MRT ist eine Leistung, die in der Regel von privaten Krankenversicherungen übernommen wird. Für GKV-Versicherte ist eine individuelle Klärung erforderlich. Wir beraten Sie gern vorab.

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